Seit Oktober 2013 findet in Leipzig eine seltsame Debatte statt. Es geht dabei vordergründig um den Neubau einer Moschee. Im Hintergrund spielen leider Rassismus und Intoleranz eine große Rolle.

Die islamische Glaubensgemeinschaft Ahmaddiya Jamat möchte in Leipzig-Gohlis ein kleines Gottehaus für 70-90 Gläubige mit Zier-Minaretten errichten. Der Bau soll zu 100% privat finanziert werden und das Grundstück wurde bereits erworben. Die Stadtverwaltung Leipzig hat keinerlei baurechtliche Bedenken. Die Ahmaddiya sind - beispielsweise in Hessen - bereits als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt und damit dort den christlichen Kirchen gleichgestellt.

Der Verfassungsschutz stuft die Ahmaddiya Jamat zudem als völlig unproblematisch ein. In unserer Demokartie, die Religionsfreiheit garantiert, stünde dem Moschee-Bau also nichts im Wege.

Doch konservative und rechtsgerichtete Kreise nutzen die in Teilen der Bevölkerung verbreitete anti-islamische Vorurteile zur rassistischen Stimmungsmache. Eine sogennante „Bürgerinitiative“ hetzt im Internet gegen Muslime und Ausländer. Mitte November dann der bisherige Tiefpunkt: Unbekannte platzieren blutige Schweineköpfe auf dem geplanten Moschee-Bauplatz.

Als BürgerInnen Leipzig wollen wir Intoleranz, Rassismus und Islamophobie keinen Platz in unserer Stadt lassen. Um den öffentlichen Raum nicht antimuslismischen Rassimen zu überlassen, wollen wir mit dem Projekt 1001 Moschee Zeichen der Toleranz in die Öffentlichkeit tragen.